Sarah Engels beim ESC - Bild: Schlagerrausch Magazin / KI

Sarah Engels (33) ist heute eine Frau, die im Reinen mit sich scheint. Sie bereitet sich auf den Eurovision Song Contest 2026 vor, ist zweifache Mutter und eine erfolgreiche Künstlerin. Doch der Weg dorthin war kein Spaziergang durch ein Blumenmeer. In einem außergewöhnlich ehrlichen Gespräch im ARD-Format „Deep und deutlich“ offenbarte sie nun eine Seite von sich, die viele Fans zu Tränen rührt: Die Seite eines verunsicherten jungen Mädchens, das lange Zeit nur funktionierte, um nicht zu zerbrechen.

Schon früh musste Sarah lernen, sich ein dickes Fell zuzulegen. Kommentare über ihr Aussehen oder ihr Gewicht („Iss nicht so viel“) trafen sie mitten ins Herz. Bei DSDS begann sie dann, ihre Unsicherheit mit einer vermeintlichen Stärke zu überspielen. „Gerade die, die arrogant wirken, sind eigentlich die, die am unsichersten sind“, gestand sie freimütig. Sie war eines dieser Mädchen, die nach außen hin Superkräfte demonstrierten, während das eigene Fundament längst Risse hatte.

Besonders die Zeit der frühen Mutterschaft und die Trennung von Pietro Lombardi brachten sie an ihre Belastungsgrenze. Mit Anfang 20 stand sie plötzlich allein da – zwischen schreiendem Kind, wuchernden Wäschebergen und dem enormen Erwartungsdruck der Öffentlichkeit. Hilfe anzunehmen? Für die junge Sarah damals unvorstellbar. Sie wollte beweisen, dass sie es allein schafft, dass sie „etwas wert ist“. Doch der Preis war hoch. Es fühlte sich für sie an, als würde „ein ganzes Haus über ihr zusammenkrachen“.

Inmitten dieses Trümmerhaufens war es vor allem ihre Mutter, die für Sarah zum rettenden Anker wurde. In einer Welt, in der Sarah das Gefühl hatte, ständig bewertet zu werden, war die mütterliche Liebe der einzige „sichere Hafen“, in dem keine Bedingungen galten. Dennoch blieb der innere Anspruch, alles perfekt machen zu müssen, eine schwere Last. Es ist zutiefst berührend zu sehen, wie offen Sarah heute über diese Zerreißprobe spricht: Das Kind in ihr, das verzweifelt versuchte, eine erwachsene Rolle auszufüllen, für die es eigentlich noch viel zu früh war.

Dieser Prozess der Selbsterkenntnis war kein schneller Sprint, sondern ein mühsamer Marathon zurück zu sich selbst. Sarah musste lernen, dass „Scheitern“ nur ein anderes Wort für „Wachsen“ ist. Dass sie heute so offen über ihre dunkelsten Stunden spricht, schenkt unzähligen Menschen da draußen Hoffnung, die in ähnlichen Krisen stecken. Sie zeigt uns, dass es keine Schande ist, Hilfe zu brauchen – ganz im Gegenteil: Es ist der mutigste Schritt, den man gehen kann, um am Ende wieder aufrecht stehen zu können.

Heute weiß Sarah: „Ich musste ganz tief fallen, sehr viel Schmerz empfinden.“ Dieser Sturz war kein Scheitern, sondern die Geburtsstunde einer neuen, reflektierten Frau. Sie hat gelernt, dass wahre Stärke bedeutet, auch Schwäche zuzulassen. Davon profitiert heute vor allem ihre Tochter Solea. Sarah möchte ihr das mitgeben, was sie selbst schmerzhaft lernen musste: Ein tiefes Selbstbewusstsein und das Wissen, dass man gut genug ist, genau so, wie man ist.

So viel Aufrichtigkeit gefällt dem Herausgeber des Schlagerrausch Magazins sehr. Sarah Engels zeigt uns, dass Krisen keine Sackgassen sind, sondern oft die einzige Abzweigung zu echtem Glück.

 

Alles Liebe für den ESC, für mich hast du schon längst gewonnen - bleibt schlagerrauschig!

Euer Andi / Schlagerrausch Magazin