Andy Borg im Weinstadl - Screenshot Youtube
Es ist eine dieser Sendungen, die man nicht einfach so vergisst. Andy Borg, der österreichische Moderator und Sänger, der seit Jahren mit seinem „Schlagerspaß" Millionen von Zuschauern begeistert, hat sich für die März-Ausgabe etwas ganz Besonderes überlegt. Statt nur eine reguläre Folge zu produzieren, verwandelte er sein gemütliches Weinstadl in einen Ort der Erinnerung – eine Hommage an einen der größten Entertainer, die die deutschsprachige Musikwelt je hervorgebracht hat: Peter Alexander.
Der Wiener Sänger und Schauspieler, der 2011 verstorben ist, hätte 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ein Grund für Andy Borg, die Sendung ins Ausland zu bringen – nicht nur ins deutsche Fernsehen, sondern auch ins österreichische ORF 2. Eine deutsch-österreichische Produktion, wie sie sein sollte, um die Verbundenheit zwischen den Ländern zu zeigen und Peter Alexanders Vermächtnis lebendig zu halten.
„Wir erinnern an einen Großen der Musik- und Showbranche, dessen Melodien unvergessen sind und die nicht nur mir bis heute am Herzen liegen", sagte Andy Borg im Vorfeld der Sendung. Und man merkt ihm an, dass diese Worte von Herzen kommen. Denn Peter Alexander war nicht nur ein Sänger – er war ein Vorbild, ein Entertainer, der mit seinen Filmen, Shows und seiner Musik einer ganzen Generation „ein gutes Gefühl in die Stube gezaubert" hat, wie Andy es so schön ausdrückt.
Die Gästeliste war hochkarätig und international besetzt. Die jungen Zillertaler, die Nockis, Bata Illic – eine echte Legende des Schlagers – Madlen Rausch, Volker Heißmann, Tammy und die Newcomerin Simone sorgten für musikalische Vielfalt. Auch die Staufberg Musikanten aus der Schweiz und der italienische Sänger Pupo waren mit dabei. Ein buntes Ensemble, das zeigt, wie grenzenlos die Schlagerwelt ist und wie sehr Peter Alexander über alle Grenzen hinweg geliebt wird.
Was diese Sendung besonders macht, ist die Mischung aus Nostalgie und Gegenwart. Einerseits werden die zeitlosen Evergreens von Peter Alexander wieder zum Leben erweckt – Lieder, die Generationen von Menschen begleitet haben. Andererseits bringen die modernen Künstler ihre eigene Energie und ihren eigenen Stil mit, was die Musik frisch und lebendig hält. Es ist kein Rückwärtsgewandtsein, sondern eine liebevolle Würdigung, die zeigt: Diese Musik ist zeitlos.
Andy Borg selbst präsentierte Medleys von Peter Alexander und zeigte damit, wie sehr ihn dieser Künstler geprägt hat. Der Moderator, der selbst seit über 40 Jahren erfolgreich in der Schlagerwelt unterwegs ist, versteht es wie kaum ein anderer, solche emotionalen Momente zu schaffen. Mit seiner warmherzigen Art, seinem Humor und seiner echten Liebe zur Musik schafft er es, dass sich die Zuschauer nicht nur unterhalten fühlen, sondern auch berührt.
Die Sendung war nicht nur im SWR und MDR zu sehen, sondern auch im österreichischen ORF 2 – ein Zeichen dafür, dass Peter Alexander und seine Musik über nationale Grenzen hinweg wirken. Und wer die Sendung verpasst hat, kann sie noch etwa einen Monat lang in der ARD Mediathek kostenlos abrufen.
Am Ende, wie es bei Andy Borgs Schlagerspaß Tradition ist, standen alle Künstler gemeinsam auf der Bühne und sangen zusammen die großen Evergreens. Ein Moment der Gemeinschaft, der Verbundenheit und der Musik – genau das, wofür Peter Alexander stand und wofür Andy Borg mit seinem Schlagerspaß steht.
Die Quoten sprechen eine klare Sprache: Schlagerspaß schlägt alle in den Schatten
Und dann die Zahlen – sie sind schlicht sensationell. Laut Smago verfolgten insgesamt 2,271 Millionen Zuschauer die Peter-Alexander-Hommage bundesweit. Davon allein 1,800 Millionen im deutschen Fernsehen! Im SWR-Sendegebiet erreichte die Sendung 370.000 Zuschauer mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent. Dazu kamen noch 471.000 Zuschauer im österreichischen ORF 2, wo die Sendung mit sensationellen 21 Prozent Marktanteil einschlug wie eine Bombe.
Das ist nicht einfach nur erfolgreich – das ist eine Hausnummer, die zeigt, dass die Schlagerwelt lebt und liebt wie nie zuvor. Stefan Fuchs, der Buchautor und kreative Kopf hinter der Sendung, brachte es auf den Punkt: „Mehr schaffen wir nicht." Und ehrlich gesagt: Das ist auch nicht nötig. Diese Zahlen sprechen für sich selbst.
Doch während Andy Borg mit seinem „Schlagerspaß" Millionen von Zuschauern begeistert und die Schlagerwelt in voller Blüte zu stehen scheint, drängt sich eine unbequeme Frage auf: Wie lange wird es dauern, bis der SWR auch diese erfolgreiche Sendung ins Archiv der Fernsehgeschichte verbannt? Schließlich haben wir gelernt, dass beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht Erfolg und Zuschauerzahlen über das Schicksal einer Sendung entscheiden – sondern eher das Gegenteil.
„Immer wieder sonntags" - ausführlich im Artikel: Der Kulturfriedhof der öffentlich-Rechtlichen: Nächster Grabstein „Immer wieder sonntags" muss gehen beschrieben - obwohl Millionen es lieben. Wer weiß also, ob Andy Borgs Weinstadl nicht bald zum Denkmal einer vergangenen Ära wird, wenn die Quote zu stabil und die Zuschauer zu loyal werden. Im SWR-Universum könnte das durchaus als Grund für eine „strategische Neuausrichtung" gelten. Hoffen und wünschen tu ich es nicht!
Liebe Grüße, erfreut auch an der Erinnerung - und bleibt schlagerrauschig! Euer Andi / Schlagerrausch Magazin

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