Bild: Menowin Fröhlich / Facebook.com
Und trotzdem: So gelassen wie jetzt hat man den früheren Dauer-Problemfall selten erlebt. Zwischen DSDS-Sieg, Chart-Dämpfer und Familienfrieden spielt er plötzlich die Rolle des Mannes, der ausgerechnet dann ruhig bleibt, wenn andere schon wieder die Drama-Trommel rausholen würden. Menowin Fröhlich ist aktuell wieder Dauerthema in den Klatsch- und TV-Rubriken - und das ausnahmsweise nicht nur wegen des üblichen Chaos, sondern wegen eines erstaunlich disziplinierten Comebacks.
Nach seinem DSDS-Sieg steht zwar direkt der nächste Dämpfer im Raum, weil sein Siegersong die Charts verpasst hat, doch genau daran zeigt sich, wie sehr sich der frühere Skandalkandidat verändert haben will. In einem aktuellen Bericht sagt er sinngemäß, früher hätte ihn so ein Flop zerstört - heute nicht mehr. Klingt reif. Klingt vernünftig. Klingt fast ein bisschen so, als wolle Menowin diesmal wirklich beweisen, dass er nicht nur für Schlagzeilen taugt.
Wenn das Comeback erwachsen klingt
Das ist natürlich der Punkt, an dem man bei Menowin automatisch genauer hinschaut. Denn wer sich jahrelang mit Rückschlägen, privaten Turbulenzen und öffentlicher Selbstverwertung durch den Medienzirkus bewegt hat, bekommt einen Satz wie „Ich will innerlich stabil bleiben“ nicht einfach geschenkt. Bei anderen Promis wäre das ein nettes PR-Zitat. Bei Menowin wirkt es eher wie ein Reparaturversuch mit ehrlichem Kern - oder zumindest mit deutlich weniger Getöse als früher. Und schon das ist fast schon eine kleine Sensation.
Besonders interessant ist, dass er aktuell offenbar nicht mehr versucht, aus jedem Moment eine große Show zu machen - wir bereden nicht mehr sein DSDS-Comeback. Stattdessen wird über neue Musik, Arbeit im Studio und ein ruhigeres Familienleben berichtet. Das klingt alles ein bisschen nach geordnetem Neubeginn, aber eben auch nach dem altbekannten Promi-Muster: erst tief fallen, dann gereift zurückkommen, am besten mit möglichst fotogener Selbstreflexion. Menowin liefert diese Geschichte derzeit sauber mit - nur eben ohne sich dabei komplett lächerlich zu machen. Das ist für ihn fast schon ein Karriere-Upgrade.
Neuanfang mit Restzweifel
Natürlich darf man die Sache trotzdem mit einem leichten Augenrollen lesen. Denn die öffentliche Verwandlung ist bei Menowin immer auch ein kleines Theaterstück: gestern noch Chaosfigur, heute plötzlich Mann mit Bodenhaftung. Man muss ihm nicht alles abnehmen, um anzuerkennen, dass er diesmal tatsächlich anders auftritt. Aber man muss auch nicht so tun, als wäre ausgerechnet Menowin Fröhlich nun der Mann der unerschütterlichen Lebensweisheiten geworden. Ein bisschen Show bleibt eben immer - und das ist bei ihm vielleicht sogar das Ehrlichste daran.
Am Ende ist Menowin Fröhlich gerade genau dort, wo ihn das Fernsehen am liebsten hat: im Zwischenraum zwischen Läuterung und Restzweifel. Das macht ihn weiterhin interessant, weil seine Geschichte eben nicht glattgebügelt wirkt, sondern nach echtem Leben mit ordentlich Kanten. Und vielleicht ist genau das der eigentliche Reiz an seinem aktuellen Comeback: Man traut ihm die Ruhe noch nicht völlig zu - aber man gönnt sie ihm inzwischen immerhin.
Schlagerrausch Magazin Fazit: Menowin Fröhlich zeigt gerade, dass ein Comeback nicht zwingend laut sein muss, um Wirkung zu haben. Ein bisschen Skepsis bleibt bei ihm Pflicht - aber genau das macht die Geschichte erst wirklich lesenswert.
Liebe Grüße, zwischen Läuterung und Restdrama - bleibt schlagerrauschig Euer Andi / Schlagerrausch Magazin

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